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Weißenberger Wallfahrtskirche

17.05.2019 Marienlob berührte die zahlreichen Besucher

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Schwarzach – Weißenberg (cm). Seit nunmehr 25 Jahren wird in der wunderbaren barocken Wallfahrtskirche zu Weißenberg das Marienlob von KiS – Kultur in Schwarzach abgehalten. Dieses mittlerweile zur guten Tradition gewordene Marienlob ist ein wunderbarer Wechsel aus Musik und Meditation. KiS-Vorsitzender Sascha Edenhofer begrüßte die zahlreichen Gäste aus Nah und Fern – insbesondere alle Mütter, die am Muttertag den Weg nach Weißenberg gefunden hatten. Timo Behrens und Tamara Petzendorfer vom Alexander-Konrad-Ensemble machten den Anfang mit „Marien Maienkönigin“. Das Lambert-Kraus-Ensemble brachte in wunderbar beeindruckender Weise „Ave-Maria-Glöcklein“ zu Gehör. „Gegrüßet sei Maria“ wurde von der Solistin Julia Länger ebenso fein wie klangvoll gesungen. Die Musik- und Gesangsdarbietungen wurden dreimal durch meditative Texte von Sr. Judith Reis, Oberin des Ursulinenklosters Straubing, unterbrochen. Die Texte befassten sich mit dem modern gewordenen Pilgern der Menschen – gerade in der barocken Wallfahrtskirche zu Weißenberg sicher mehr als passende Gedanken.  Das Pilgern wird heute von vielen Menschen neu entdeckt. Unzählige machen sich auf den Weg. Vielfältig sind ihre Motive, einhellig ist die Erfahrung: Das Pilgern verändert ihr Leben. Sie kommen dem Gott ihres Lebens auf die Spur. Wer sich aufmacht und neue Richtungen einschlägt, erfährt Neues. Das Leben ist nicht mehr wie es war. Das hat auch Maria erfahren, wie wir aus ihrem Lebens ablesen können.

Die stimmgewaltigen Sänger des „Lambert-Kraus-Ensemble“ aus Metten erfreuten die Besucher des Marienlobs mit verschiedenen gregorianischen Choral-Klängen – „Blick vom Himmelsthron“, „Sei gegrüßt, oh Jungfrau rein“, „Ave maria stella“ sowie das „Offertorium Ave Maria“. Die überwiegend jungen Musiker und Sänger des Alexander-Konrad-Ensemble ließen spüren, wieviel Freude und wohltuende Frische in jedem Einzelnen von ihnen steckt. Von „Vals von Bartolomé Calatuyud“, „Lagrima von F. Tarrega“, „Musette von Karl Scheit“ und „Segne du Maria“ reichte das Repertoire.

Während des gesamten Marienlobs war die vollbesetzte Wallfahrtskirche von einer bemerkenswerten Stille der Besucher erfasst, was sicherlich als Beleg für die gelungene Mischung aus Musik und meditativen Texten verstanden werden kann. Sr. Judith Reis beendete ihren meditativen Text ganz im Sinne von Maria und verband es nochmals mit dem Pilgern. „Maria, dein Weg ist bereits ans Ziel gelangt. Du hast deine Pilgerschaft bei Gott vollendet, bist von ihm gekrönt. Dein Weg Maria, bewegt auch uns. Wir sehen Dich als Mitpilgerin auf unseren Wegen“, so Sr. Judith.

Pfarrer Alfons Dirscherl spendete schließlich zum Abschluss des Marienlobs den priesterlichen Segen. Das traditionell gemeinsam gesungene Weißenberger Wallfahrtslied setzte den Schlusspunkt und somit endete eine nachdenkliche Stunde, die die Herzen der Besucher ganz offenbar berührte.

 

Bild: KiS-Vorsitzender Sascha Edenhofer (am Sprech-Pult) dankte dem stimmgewaltigen Lambert-Kraus-Ensemble (rechts) sowie den überwiegend jungen Akteuren des Alexander-Konrad-Ensemble (links).