Februar 2022

23. Februar 2022 : Kindertagesstätte muss deutlich erweitert werden

In der vor kurzem stattgefundenen Sitzung des Marktgemeinderates ging es im größten Punkt um die Belegungssituation in der Kindertagesstätte St. Martin und die Besprechung künftiger Maßnahmen. Weiter wurde einer Vielzahl von Baugesuchen das Einverständnis erteilt. Die geplanten Baumaßnahmen am „Netto-Arreal“ werden zum Gegenstand der nächsten Bauausschusssitzung. Weiter wurde beschlossen, einen öffentlichen Feld- und Waldweg von Staudach nach Kammühl einzuziehen.

Zu Beginn der Sitzung wurden die geplanten Termine für die Bürgerversammlungen stattgegeben. Diese finden am Donnerstag, 28.04.2022 um 20 Uhr im Gasthaus Hartl in Weißenberg und am Freitag, den 29.04.2022 um 20 Uhr im Schloßcafe Muggenthaler in Schwarzach statt.

Im Anschluss daran berichteten Bürgermeister Edbauer und der ebenfalls anwesende Kirchenpfleger Josef Ehrl über die Situation in der Kindertagesstätte St. Martin. Bereits in diesem Jahr sind die Platzkapazitäten in der Kindertagesstätte trotz des 2018 stattgefundenen Neubaus voll ausgeschöpft. Es zeigt sich insbesondere bei den Kindern unter 3 Jahren eine erhebliche Steigerung der Belegung. Allgemein ist eine deutliche Mehrung der Geburtenzahlen in den beiden Kommunen Schwarzach und Perasdorf in den letzten Jahren festzustellen. Die Prognosen zeigen darüber hinaus auch für die Zukunft weitere Steigerungen der Belegungszahl in der Kindertagesstätte. Derzeit wird die Kindertagesstätte mit einer Genehmigung für 122 Kindergartenplätze und 23 Krippenplätze geführt. Legt man aktuelle Prognosen zugrunde, so ist davon auszugehen, dass ab September 2023 ca. 165 Kinder die Kindertagesstätte besuchen werden, davon ca. 53 Kinder unter 3 Jahren.

Um zunächst kurzfristig Kapazitäten zu schaffen, beschloss der Marktgemeinderat einstimmig, den Bedarf für eine weitere Gruppe anzuerkennen, so dass seitens des Trägers mittels Containerlösung eine weitere Gruppe eingerichtet werden kann. Es wird dann jedoch zeitnah ein Erweiterungsbau erforderlich werden. Der Bürgermeister teilte dazu mit, dass es nach seiner Ansicht die sinnvollste Variante wäre, wenn künftig die bestehende Kindertagesstätte zu einem reinen Kindergarten für Kinder über 3 Jahre wird und durch die Katholische Kirchenstiftung als Träger wie bisher betrieben wird sowie gleichzeitig ein neues Gebäude für eine Kinderkrippe mit mindestens 4 Gruppen durch die Marktgemeinde errichtet und durch diese selbst betrieben wird. Das Gremium war sich hierzu einig, in den nächsten Wochen zu entsprechenden Vorberatungen und Entscheidungen kommen zu müssen. Beendet wurde die Diskussion mit einem Dank und Beifall gegenüber dem Kirchenpfleger Josef Ehrl für seinen immensen Einsatz als Trägervertreter der Kindertagesstätte St. Martin.

Im nachfolgenden Teil der Sitzung wurde schließlich über mehrere Bauvorhaben abgestimmt und jeweils die Zustimmung erteilt. Der Marktgemeinderat zeigte sich erfreut, dass die Orthopädische Fachklinik nunmehr Parkplätze in der Nähe der bestehenden Parkplätze durch Abriss des sog. „Graf-Hauses“ schaffen will. Dies dient der Entschärfung der angespannten Parkplatzsituation um die Orthopädische Fachklinik herum.

Nachfolgend befasste sich das Gremium dann mit dem Bebauungsplan Herbstfestwiese. Dieser betrifft das „Nett-Areal“. Demnach soll der Verbrauchermarkt deutlich erweitert werden und auch ein Cafe dort auch entstehen. Im vorderen Bereich zur Staatsstraße sollen zwei Gebäude, einmal zweigeschossig und einmal mit drei Vollgeschossen errichtet werden. Hier sah der Gemeinderat noch erheblichen Klärungsbedarf, da die derzeitige Planung als zu nah an der Staatsstraße empfunden wird und zu besprechen sei, ob das Gebäude nicht nach hinten verschoben werden kann. Hierzu soll demnächst eine Bauausschusssitzung vor Ort stattfinden, um dies entsprechend zu begutachten. Der Beschluss wurde damit auf die nächste Sitzung vertagt.

Zum Ende des öffentlichen Teils wurde schließlich noch Beschluss gefasst über die Einziehung des öffentlichen Feld- und Waldweges „Staudacher Mühlenweg“. Dieser existiert teilweise in der Flur überhaupt nicht mehr: Allerdings ist dieser Weg bei der Gemeinde noch als gewidmeter Feld- und Waldweg verzeichnet. Als dieser noch bestand verlief er von Staudach in Richtung Kammühl. Die betroffenen Grundstückseigentümer werden zeitnah über die Absicht der Einziehung informiert.